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T_ARTICLE_PUBLISHED 17.10.2019

Karelische Pirogge

Karelische Pirogge

Karelische Pasteten, karelische Kuchen oder karelische Piroggen (südostkarelischer finnischer Dialekt: karjalanpiirakat, Singular karjalanpiirakka; nordkarelischer finnischer Dialekt: karjalanpiiraat, Singular karjalanpiiras; karelisch: kalittoa, Singular kalitta;[1] olonetzisch-karelisch: šipainiekku; russisch: карельский пирог karelskiy pirog oder калитка kalitka; schwedisch: karelska piroger) sind traditionelle Pasteten oder Piroggen aus der Region Karelien. Heute werden sie in ganz Finnland sowie im benachbarten Estland und Nordrussland gegessen.

Die ältesten traditionellen Pasteten hatten in der Regel eine Roggenkruste, aber die nordkarelischen und ladogakarelischen Varianten enthielten auch Weizen, um die Backeigenschaften zu verbessern. Die üblichen Füllungen waren Gerste und Talkkuna. Im 19. Jahrhundert wurden zunächst Kartoffeln und Buchweizen als Füllungen eingeführt, später auch Reis und Hirse.

Heute hat die bekannteste und verbreitetste Version eine dünne Roggenkruste mit einer Reisfüllung. Auch Kartoffelpüree- und Reis-Karotten-Füllungen sind weit verbreitet. Butter, oft gemischt mit gehacktem gekochtem Ei (Eibutter oder Munavoi), wird vor dem Verzehr über die heißen Pasteten gestrichen.

Karjalanpiirakka hat in Europa den Status einer garantiert traditionellen Spezialität (g.t.S.). 
Das bedeutet, dass Produkte außerhalb spezifischer Regionen und Bäckereien, die ein ähnliches Produkt herstellen, diese nicht als Karjalanpiirakka bezeichnen dürfen, sondern stattdessen als Riisipiirakka ("Reispasteten"), Perunapiirakka ("Kartoffelpasteten") usw., je nach Füllung.